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Aktuelles & Meldungen
Publiziert am 3. Okt 2022, 15:31 Uhr

Gesprayte Bilder – kein Schandfleck, sondern Streetart; ein Bericht zum Graffiti-Workshop

Anfang Juni fragte Nelly Owens vom Kulturverein Allschwil-Schönenbuch das Freizeithaus an, ob es eine Wand für die Durchführung eines «Sprayer-Kurses» zur Verfügung stellen könne. Daraus entstand eine spannende Zusammenarbeit, wobei die Mitarbeitenden des Freizeithauses ihre Erfahrungen und Kontakte bei der Durchführung von Veranstaltungen im Rahmenprogramm der «Graffiti 22»-Ausstellung einbringen konnten.

Mit dem Kurator der Ausstellung, seines Zeichens Mitglied des Künstlerkollektivs ÜBR, war der Kursleiter für den Graffiti-Workshop gefunden. Eingeladen wurden Jugendliche ab 11 Jahren. Im September fanden fünf Kurstermine statt. Der Kursleiter war mit dem Gesamtprojekt sehr zufrieden: «Die Teilnehmenden durften eine umfangreiche Betreuung geniessen, welche neben der finalen Wandgestaltung gleichzeitig auch noch einige Übungen im Bereich des Skizzierens und eine Führung durch die Ausstellung im Mühlestall beinhaltete.»

Am Wochenende vom 23. bis 25. September war die ganze Gruppe mit dem Wandbild an der Scheune des Freizeithauses beschäftigt. Nach dem Grundieren der Holzwand wurden Wandflächen abgeklebt, worin die Teilnehmenden mit verschiedenen Übungen das Handwerk des Sprayens erlernen und eigene Bildideen gestalten konnten: Dazu gehören gleichmässige Farbübergänge, unterschiedliche Liniendicken, gezielte Tropfen sowie harte oder auslaufende Farbkanten. Wer schon einmal eine Spraydose in der Hand hatte, weiss um die Herausforderungen beim Farbauftrag. Am grossen Wandbild beteiligten sich alle Teilnehmenden.

Der Kursleiter fasst zusammen: «Der Workshop fand bei den Teilnehmenden grossen Anklang. Im Schlussgespräch betonten die Jugendlichen einstimmig, dass sie sehr viel gelernt und auch enorm viel Spass gehabt hätten. Die Zufriedenheit und Begeisterung wurde untermauert, als ich zum Schluss von praktisch allen zu hören bekam, dass sie auch nach dem Workshop vorhätten, die Kunst des Graffitimalens weiter auszuüben.»

Der Workshop fand mit einem Apéro vor dem Wandbild seinen Abschluss und die Teilnehmenden konnten den Anwesenden ihre Werke zeigen. Für den Kursleiter ist es wichtig, dass Streetart (Kunst im öffentlichen Raum) seine Berechtigung im öffentlichen Raum hat und dass es legale Wände für die Gestaltung gibt. Das Freizeithaus hat ausschliesslich positive Rückmeldungen erhalten und unterstützt das Anliegen des Kursleiters. Dieser blickt zufrieden auf den Workshop zurück: «Das positive Feedback freut mich natürlich sehr und ich bedanke mich bei den Teilnehmenden, dem Freizeithaus und dem Kulturverein Allschwil-Schönenbuch für das Zurverfügungstellen der Wand und für die Unterstützung bei der Realisierung.»

Das Freizeithaus-Team

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