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Aktuelles & Meldungen
Publiziert am 1. Sep 2021, 16:44 Uhr

Erneut chemische Substanzen unterhalb Chemiemülldeponie Roemisloch gefunden

Erneut chemische Substanzen unterhalb Chemiemülldeponie Roemisloch gefunden

Die Gemeinde Allschwil hat im März und April dieses Jahres bei der Chemiemülldeponie Roemisloch erhebliche Schadstoffkonzentrationen und zum ersten Mal das krebserregende Benzidin festgestellt. Am 20. Juli 2021 hat die Gemeinde erstmals nach einerHochwassersituation Proben bei der Deponie und im Mülibach entnommen: Unterhalb derDeponie wurden dabei erneut Dutzende chemischer Substanzen aus der Deponie gefunden.

Bei den Probeentnahmen im Mülibach konnten gemäss den bisher vorliegenden Analyseergebnissen bis auf Surfynol keine Chemieschadstoffe festgestellt werden. Die Substanz Surfynol hat die Industrie beim Roemisloch bereits bei früheren Untersuchungen gefunden. In der Probe der Gemeinde Allschwil vom 20. Juli 2021 aus dem Roemislochbach unterhalb der Deponie wurde dieser Schadstoff aber nicht nachgewiesen.

Chemische Substanzen gefunden
Unterhalb der Deponie wurden hingegen erneut Dutzende chemischer Substanzen aus der Deponie gefunden. Bei 22 betrachteten Substanzen war die Schadstoffkonzentration von 18 Substanzen im Vergleich zu den Proben von März 2021 tiefer, bei einer blieb sie unverändert und bei drei Substanzen nahm die Konzentration zu. Benzidin, das ebenfalls nachgewiesen wurde, lag erneut über den französischen Limiten.

Allschwil wird Entwicklung weiterverfolgen
Die Analysenergebnisse ergeben somit kein eindeutiges Bild. Sie belegen jedoch, wie komplex die Situation hinsichtlich Auswaschungen und Verfrachtungen von Schadstoffen in den Roemislochbach und den Mülibach sind. Die Schadstoffausträge in der Folge von kurzen Niederschlagsphasen nach längeren Trockenperioden unterscheiden sich von jenen nach einer längeren Hochwassersituation. Deshalb wird die Gemeinde die Entwicklung der Schadstoffausträge weiterverfolgen.

Forderungen an Chemiefirmen bleiben bestehen
Die Situation nach Hochwasser ändert somit nichts an den Forderungen des Gemeinderats Allschwil an die Firmen BASF, Novartis und Syngenta. Allschwil fordert, dass das stark kontaminierte Wasser aufgefangen und gereinigt wird und die Schadstoffquellen eruiert und anschliessend vollständig dekontaminiert werden. Die Gemeinde erwartet, dass die drei Firmen das vor zehn Jahren beim Roemisloch gemachte Versprechen einhalten und allen Chemiemüll
inklusive des kontaminierten Erdreichs vollständig beseitigen.

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